Dojokun

Dōjōkun

(japanisch, Dōjōregeln oder Regeln für das Training der Kampfkünste) sind die Verhaltensregeln des Budō. Überliefert und verbreitet wurden sie unter anderem durch Sakugawa um das Jahr 1750. Angeblich gehen sie zurück auf Regeln, die schon der buddhistische Mönch Bodhidharma in Indien aufgestellt haben soll.
Im traditionellen Karate wird das Dojo als heiliger Ort gesehen, indem der Körper und der Geist trainiert wird. Daher ist es mehr als nur Höflichkeit sich beim Betreten und verlassen des Dojos zu verbeugen. Die sog. Dojokun beinhalten Verhaltensregeln, die auch außerhalb des Dojos Gültigkeit haben. Die Dojokun sind vielfältig und reichen z. T. in Vorgaben des persönlichen Lebens hinein wie „nicht zu rauchen“ oder „nicht zu heiß zu baden“.

Sie beginnen alle mit „Eins“, um zu betonen, dass alle als gleichwertig zu betrachten sind.

1. Eins – es ist eine Pflicht, nach der Perfektion des Charakters zu streben.

2. Eins – pflege den Pfad der Wahrheit.

3. Eins – mühe Dich, Deinen Geist zu kultivieren.

4. Eins – achte die Regeln der Etikette.

5. Eins – hüte Dich vor ungestümem Übermut.